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Ansichtskarten/Cartes Postales/Postcards Schweiz/Suisse/Switzerland

Eine Ansichtskarte oder Ansichtspostkarte ist eine Postkarte mit einem Bilddruck auf der Rückseite, oder sie selbst ist ein fotografisches Papierbild. Heute gibt es Karten, die mitunter zusätzliche Abbildungen auf der Adressseite haben. Im weiteren Sinne gehören nicht nur bedruckte, sondern auch gemalte beziehungsweise gezeichnete Exemplare hierzu. Die Ansichtskarte dient primär der schriftlichen illustrierten Korrespondenz, wird aber auch als Andenken verwendet oder als historisches Bilddokument gesammelt. Der Begriff Bildpostkarte wird manchmal synonym zu Ansichtskarte verwendet, ist allerdings in manchen Fällen nicht identisch, da es auch eine eigenständige Form der Postkarten mit dieser Bezeichnung gibt.

Anfänglich beauftragten Ansichtskartenverlage Künstler und Lithografen, Entwürfe für ihre Ansichtskarten zu gestalten. Später kam das Bildmaterial üblicherweise von Fotografen, wie es auch heute noch der Fall ist. Da die Versandkosten der Ansichtspostkarte zumeist niedriger als die eines Briefes waren, stellte sie lange Zeit die kostengünstigste Form der schriftlichen Korrespondenz mit Illustration dar. Der Markt für neue Ansichtskarten ist tendenziell rückläufig, weil stattdessen zunehmend modernere Kommunikationsformen (z. B. MMS oder E-Mail) genutzt werden.

Das Sammeln und Erforschen von Post- und Ansichtskarten wird als Philokartie bezeichnet.

Geschichte


 
Älteste bekannte deutsche Ansichtskarte (Vorläufer) von Lithograf Wilhelm Schneider, Worms.

Vorläufer

Wann und vom wem die erste Ansichtskarte gedruckt wurde, ist nicht sicher bekannt. Als erster Hersteller kommt der Kupferstecher Demaison aus Frankreich in Frage, der laut „L'Almanach de la Petite Poste de Paris“ bereits 1777 Karten, die möglicherweise sogar mit Bildern versehen waren, gedruckt haben soll. Weder von diesen Karten existieren heute noch Exemplare, noch vom Almanach, der jedoch in anderen Quellen mit der Information zitiert wird, es gäbe „gegenwärtig gewisse Gravüren von Karten, die durch die Post mit offen lesebaren Mitteilungen befördert werden. Die neue Erfindung rührt von dem Graveur Demaison her, und man spricht viel davon.

 

Als 1840 erstmals in England die Briefmarken eingefĂĽhrt wurden, wurde dort noch im selben Jahr eine handgemalte bebilderte Karte verschickt. Diese Karte wurde 2002 fĂĽr insgesamt 31,750 ÂŁ versteigert.

Die erste ganzseitig bebilderte deutsche Karte, die ohne Umschlag verschickt wurde, stammt nach heutiger Kenntnis von 1866. Sie enthält eine Einladung zur Treibjagd, stammt vom Lithografen Wilhelm Schneider aus Worms und ist postalisch gelaufen am 5. Dezember 1866. Diese auf hellgrĂĽnem Karton gedruckte Karte lief von Westhofen nach Offstein mit zwei 1-Kronen-Freimarken (Thurn-und-Taxis-Post).

Vor der erstmaligen postamtlich-offiziellen Einführung der Postkarte 1869 in Österreich-Ungarn gab es weitere Vorläufer der Ansichtskarte, so beispielsweise in den altdeutschen Postgebieten die sogenannten „Offenen Karten“. Auf ihnen nahm aber nur sehr selten eine Abbildung eine Kartenseite vollständig ein. Allerdings ist auch diese Karte vor der Einführung der Correspondenzkarten (Postkarten) gedruckt und versandt worden und somit als ein Vorläufer anzusehen. Die älteste Karte dieser Art ist eine 2007 auf einem Flohmarkt entdeckte offene Karte mit Stempel Berlin P.E. No. 12 vom 28. März 1867 und einer Preußenmarke 1 Silbergroschen (Michel Nr. 16)

Erste Postkarten

UrsprĂĽnglich waren Postkarten nur fĂĽr rein schriftliche Korrespondenz ohne Illustration vorgesehen, damals wurden sie noch als Correspondenzkarten bezeichnet. Der Oldenburger Drucker und Buchhändler August Schwartz druckte bereits am 16. Juli 1870, also 15 Tage nach der amtlichen EinfĂĽhrung der Correspondenzkarte im norddeutschen Postgebiet, eine Karte mit einer Holzschnittvignette und sandte sie per Post nach Magdeburg. Somit war Schwartz der erste Deutsche, der eine illustrierte Postkarte druckte und verschickte. Allerdings besaĂź diese Karte keine vollständig bedruckte Seite, sondern nur eine kleinere Abbildung mit einem Artilleriebildchen. Der Ansichtskartenhersteller Emil Pinkau beanspruchte fĂĽr sich ebenfalls die "erste" Ansichtskarte verschickt zu haben und gibt dafĂĽr den 15. Juli 1870 an. Diese Karte ist allerdings nicht erhalten.

Die älteste bekannte österreichisch-ungarische Karte wurde am 19. Mai 1871 als Einschreiben (Reko) von Wien nach Zombor und zurück nach Wien versandt. Die Karte schickte der Serbe Petar Manojlovic an seinen Vetter, den Advokaten Demeter Manojlovic. Offiziell wurden Ansichtskarten in Österreich-Ungarn erst ab 1. Januar 1885 zugelassen. Das einzige bekannte Exemplar galt seit 1936 als verschollen, wurde aber bei einer Versteigerung des Auktionshauses Weissenböck Ende Oktober 2009 für einen Preis von 11.000 Euro versteigert.

Ab 1871 verkaufte die Post Ansichts- und Glückwunschpostkarten. Seit dem 1. Juli 1872 wurden in Deutschland zudem private, nicht von der Post hergestellte Motivpostkarten zugelassen. Der Münchner Lithograf Ludwig Zrenner stellte 1872 als erster Massenproduzent eine Serie von verschiedenen Ansichtskarten her. Zrenner, der auch schon als Erfinder der Ansichtskarte galt, stellte auch die erste Grußpostkarte her. Eine Zeichnung der Bierzelte auf dem Münchner Oktoberfest versah er mit der Beschriftung „Gruß vom Oktoberfest“.

Von einem zaghaften Beginn einer Ansichtskartenbranche kann ab etwa 1885 gesprochen werden. FrĂĽhere Karten sind sehr selten.

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